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Öko-Institut fliegt klimaneutral

Bei ihrem Einsatz für den globalen Klimaschutz müssen die MitarbeiterInnen des Öko-Instituts oft an internationalen Konferenzen oder Arbeitsgruppensitzungen teilnehmen. Soweit wie möglich werden solche Reisen klimaverträglich mit dem Zug durchgeführt. Vielfach lassen sich jedoch Flüge nicht vermeiden obwohl sie besonders klimaschädlich sind.

Seit dem Jahr 2005 kompensiert das Öko-Institut als eine der ersten Institutionen in Deutschland diese unvermeidbaren Treibhausgasemissionen durch einen Beitrag zur Finanzierung von Emissionsminderungsprojekten oder durch die Stilllegung von Emissionsrechten des Europäischen Emissionshandelssystems.

Für die Berechnung der verursachten Emissionen werden die Flugrelationen der MitarbeiterInnen im Rahmen ihrer Reisekostenabrechnungen automatisch erfasst. Auf Basis dieser Relationsdaten werden mit dem Emissionsrechner für Klimawirkungen des Flugverkehrs von atmosfair die Treibhausgasemissionen ermittelt. Dabei werden nicht nur die Kohlendioxidemissionen sondern auch die anderen Treibhauswirkungen des Luftverkehrs mittels eines Multiplikators berücksichtigt.


Einheit 2004 2005 2006 2007 2008 2009
Treibhausgas-
emissionen
t CO2 142 129 141 179 217 191
Kompensation t CO2
130 145 180 220 195
Kosten pro Zertifikat €/
t CO2

14 20 23 23 23
Kosten der
Klimakompensation

1.820 2.900 4.140 5.060 4.485


Einheit 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Treibhausgas-
emissionen
t CO2 163




Kompensation t CO2 165




Kosten pro Zertifikat €/
t CO2
23




Kosten der
Klimakompensation
3.795




Für die Kompensation der Emissionen wurden in den Jahren 2005 bis 2008 nur Gutschriften aus Minderungsprojekten, die die strengen Anforderungen des so genannten Gold Standards erfüllen eingesetzt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Ausgleichsmittel des Öko-Institut in qualitativ hochwertige Minderungsprojekte fließen, die tatsächlich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und zugleich die

Nachhaltige Entwicklung in der jeweiligen Region fördern.
Seit 2009 werden Emissionsrechte aus dem europäischen Emissionshandelssystem, sogenannte EUA, für die Kompensation eingesetzt, weil hierdurch ein Beitrag zur vor allem in den Industrieländern notwendigen Dekarbonisierung geleistet werden kann.

Da der Preis für EUA niedriger liegt als der Preis für Gutschriften aus Gold Standard-Projekten (23 €/t), entwerten wir so viele EUA wie notwendig sind um auf die gleichen Kosten wie im Falle einer Kompensation durch Gold Standard-Projekte zu kommen. Hierdurch wurden die flugbedingten Treibhausgasemissionen in den Jahren 2009 und 2010 sogar um ca. 50 bzw. 40% überkompensiert.

Ansprechpartner

Dr. Martin Cames
Leiter Bereich Energie & Klimaschutz (Berlin)
E-Mail Kontakt


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