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Streitpunkt Kernenergie

Seit die Politik, die Medien und die Gesellschaft den Klimawandel als ein ernstzunehmendes Problem wahrnehmen, werfen einzelne Experten wieder die Frage auf, ob die Kernenergie nicht doch eine positive Zukunft hat.
Bei der Suche nach einem Klimaretter beschränkt sich die Diskussion jedoch häufig nur auf das Argument, dass Kernkraftwerke vermeintlich CO2-freien Strom erzeugen. Ob die Kernenergie in Deutschland oder weltweit überhaupt einen Beitrag dazu leisten könnte, den Klimawandel aufzuhalten, und welche Risiken damit verbunden wären, bleibt oftmals unberücksichtigt.
Dabei werden mit den Investitionen von heute entscheidende Weichen für den Energiemix in den nächsten Jahrzehnten gestellt. Wenn die Politik hier den Kurs einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Entwicklung ansteuern will, müssen aus Sicht des Öko-Instituts alle wichtigen Faktoren in die Entscheidung einbezogen werden.
Kernfrage Endlagerung

Zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in tiefen geologischen Formationen gibt es keine langfristig sichere und ethisch vertretbare Alternative. Allerdings sind auch nach Jahrzehnten der Kernenergienutzung immer noch nicht alle mit der Endlagerung einhergehenden Probleme gelöst. Wichtige Themen sind dabei z. B. die Festlegung des Standorts für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle, die Identifikation von Wissenslücken bei technischen und geologischen Aspekten sowie die Verankerung der Endlagerung als Aufgabe unserer Gesellschaft. Entsprechend befassen sich die Expertinnen und Experten des Öko-Instituts schon seit vielen Jahren mit den verschiedensten Aspekten der Endlagerung und haben dazu umfassende Kompetenz aufgebaut.
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Schwerpunkt Ökostrom

Immer mehr Verbraucher möchten Ihren Strombedarf mit umweltfreundlichem Ökostrom decken. Dabei gibt es jedoch erhebliche Qualitätsunterschiede zwischen den angebotenen Produkten. Zahlreiche Produkte speisen sich aus Kraftwerken zur Nutzung erneuerbarer Energien, die alt und damit schon seit vielen Jahren abgeschrieben sind (zum Beispiel alte Wasserkraftwerke). Hierdurch werden lediglich ohnehin bestehende Kapazitäten umverteilt, womit Kunden solcher Produkte mittelfristig nichts an der Stromerzeugung in Europa ändern. Diese ändert sich nur dann, wenn Ökostromprodukte dazu beitragen, dass neue erneuerbare Kraftwerke gebaut werden. Verbrauchern empfiehlt das Öko-Institut deswegen, nur solche Ökostromprodukte zu wählen, die einen Beitrag zur Ausweitung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien leisten. Dieser sollte über die bestehenden Kapazitäten und über die Wirkung der geltenden staatlichen Förderregelungen hinaus gehen.
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